Untersuchungen zur Wirkungsmacht neuer Technologien auf literarische Räume. Digitalisierung von Literatur und deren Auswirkungen auf Kanonisierungs-und Wertungsprozesse

„Untersuchungen zur Wirkungsmacht neuer Technologien auf literarische Räume. Digitalisierung von Literatur und deren Auswirkung auf Kanonisierungs- und Wertungsprozesse.“ stellt ein Dissertationsprojekt mit breiter und facettenreicher inhaltlicher Ausrichtung dar. Insgesamt gliedert sich meine Forschungsarbeit in drei große Hauptbereiche:

·         Digitalisierung von Literatur
·         Kanonisierung von Literatur
·         Wertung von Literatur

Diese übergreifenden Themenkomplexe müssen in Hinsicht auf die Untersuchung der Auswirkungen von Literaturdigitalisierung miteinander in Bezug gesetzt werden, um zu einer angemessenen Einschätzung gelangen zu können.

Ein Hauptuntersuchungsaspekt orientiert sich an der Vorannahme, dass sowohl die Auswahl der zu digitalisierenden Literatur als auch die Qualität des Digitalisierungsverfahrens als Wertungsprozesse verstanden werden können, die den aktuellen Literaturkanon mit bestimmen. Die Veränderungen dieses speziellen literarischen Raumes durch neue Techniken und in Erscheinung tretende Akteure stehen im Mittelpunkt meines Projektes.

Durch die breite Auffächerung meines Projektes in die drei Hauptbereiche ergeben sich vielseitige Anknüpfungspunkte mit anderen Fachrichtungen und Forschungsbereichen, auch innerhalb des Graduiertenkollegs. Der Bezug zum Graduiertenkolleg lässt sich sehr gut herstellen, da der Zusammenhang von Digitalisierung, Kanonisierung und Wertung von Literatur im Konkreten aktuelle, sich wandelnde literarische Räume offenbart. Von einem Raumwandel kann man hauptsächlich deshalb sprechen, weil die im Raum des klassischen Kulturgutes verortete Literatur durch die Digitalisierung technisch aufgearbeitet und somit in eine Form des virtuellen Raums umgewandelt wird. Dadurch werden der Literatur völlig neue Erfahrungsmöglichkeiten zugeordnet.

Die These, dass sich der Kanon der als lesenswert erachteten Literatur durch die massenhafte Literaturdigitalisierung maßgeblich ändern wird, nimmt einen zentralen Stellenwert in meiner Dissertation ein. Digitalisierung verändert massiv den Raum der Kanoninstanzen. Die vormals bildungszentriert und kulturell ausgerichteten Kanon schaffenden Instanzen bekommen nun auch durch gezielt wirtschaftlich agierende Unternehmen mächtige Gegenspieler.

Hier knüpfen meine Forschungen ebenfalls an Fragen nach Chancen und Risiken neuer Technologien an, die derzeit ohne Zweifel viel Bewegung in den ansonsten eher technikfern definierten, „konservativen“ Raum der Literatur hinein bringen. Fragen nach Technikverantwortung und Digitalisierungsethik drängen sich bei der Betrachtung solcher Entwicklungen zwangsläufig auf und werden in meiner Dissertation ebenfalls behandelt werden.

Kontakt

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"Topologie der Technik"
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Telefon: +49 (0)6151 16-57333

Sprecher
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Institut für Geschichte
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Di-Fr 10-15 Uhr
topologie(at)ifs.tu-darmstadt.de

Marcel Endres
Mo-Mi 8.30-15.30 Uhr
endres(at)gugw.tu-darmstadt.de

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